Brian's kleine Kräuterkunde

Basilikum, Zitronengras, Minze oder Lavendel – frisch verarbeitete Kräuter geben einer Speise erst den letzten Schliff. Sie verfeinern Suppen, Hauptspeisen, Saucen und vieles mehr. Trotzdem werden sie immer noch ziemlich unterschätzt und vernachlässigt! Dabei schmecken sie nicht nur lecker, sondern sind auch gut für unsere Gesundheit! Um unseren Körper fit zu halten, sollten wir möglichst oft und regelmäßig frische Kräuter essen – am besten natürlich in unseren Lieblingsgerichten!

Back to the roots

Schon zu Urzeiten wurden Kräuterpflanzen als wertvolle Naturschätze gegen Krankheiten eingesetzt. Deren heilsame Wirkung war zwar bewährt, aber wissenschaftlich lange noch unerforscht.  Heute hat es in vielen Ländern eine lange Tradition, dass Kräuterkundige ihre Patienten mit allerlei Extrakten und Tinkturen aus Heilpflanzen behandeln. Und wenn leckeres Essen gut für die Seele ist, dann gehören ganz sicher auch Kräuter dazu – sie machen nicht nur optisch einen Effekt, sondern sorgen auch für reichlich Geschmack!

Welches Kraut wofür?

Jetzt fragt ihr euch bestimmt: Wie erkenne ich denn die verschiedenen Kräuter und wozu passen sie am besten? Brian’s kleine Kräuterkunde informiert euch über die wichtigsten Kräuter, die ihr kennen solltet!

"Blaues Wunder" - Lavendel

Die blumigen Düfte erinnern im ersten Moment eher an ein Parfum, doch auch in der Küche setzt der Geschmack des Lavendels einigen Speisen die Krone auf! Aufgrund seiner heilenden Inhaltsstoffe wird der Lavendel oft auch „Blaues Wunder“ genannt.

In Frankreich, wo sich das größte Anbaugebiet befindet, wird er ungewaschen beigemischt. Hier sind es ausschließlich die Lavendelblüten, die sich gerade erst öffnen.

Würzen kann man damit sehr gut Salate, Käse, Fisch-, Lamm- und Geflügelgerichte, aber bitte sparsam! Und na klar, auch bei dem legendären französischen Ratatouille darf Lavendel auf gar keinen Fall fehlen!

"Bella Italia" - Basilikum

Nicht nur die Italiener lieben Basilikum über alles. Auch die Deutschen sind mittlerweile auf den genialen, feinen Geschmack dieses Krautes gekommen! Es ist eines der beliebtesten Küchenkräuter und zählt zu den am häufigsten verwendeten Kräutern in der mediterranen Küche. Das ausgeprägte Aroma der Blätter riecht man schon von weitem.

Besonders gut passt Basilikum zu Tomaten, ins klassische Pesto, auf die Pizza oder zur traditionellen Insalata Caprese. Mein Tipp: Am besten gebt ihr die klein gezupften Blätter erst nach dem Kochen zum Gericht, so bekommt ihr das volle Aroma.

"Blühender Trend" - Ringelblumenblüten

Blüten zum Essen, ganz schön abgefahren, oder? Ringelblumenblüten liegen absolut im Trend und auch die dänische Gourmet-Küche schwört darauf! Sie sehen nicht nur super aus, sondern verfeinern auch den Geschmack. Ringelblumen verleihen euren Speisen eine mild-aromatische Würze und eignen sich daher wunderbar als Beigabe zu frischen Salaten. Auch zu Geflügel, Fischspeisen und Suppen passt dieses würzige Kraut ausgezeichnet.

Die getrockneten Blütenblätter der Heilpflanze könnt ihr auch als Ersatz für Safran verwenden. Zwar färben und schmecken sie nicht ganz so intensiv, können dafür aber problemlos in größeren Mengen dosiert werden. Unbedingt probieren: Blütenbutter und herzhafte Brotaufstriche aus Ringelblumen. Mega lecker!


Ihr wollt wissen, welche Kräuter wir in Claus’ Garten gefunden haben oder erfahren, was ich sonst noch so in Odsherred erlebt habt, dann schaut euch einfach das folgende Video an!


"Das Powerkraut" - Petersilie

Die Petersilie ist eines der meist verwendeten Kräuter hierzulande, doch viele wissen gar nicht was in ihr steckt. Nämlich ein wahres Wunderwerk an Vitaminen und Mineralstoffen! Das grüne Kraut ist ein wahrer Allrounder und passt damit zu fast jedem Essen. Hervorragend schmeckt es zum Beispiel in Eintöpfen, Suppen oder Salaten wie zum Beispiel einem leckeren Meeresfrüchtesalat. Petersilie ist zudem sehr vitamin- und eisenhaltig und bringt das Immunsystem auf Vordermann.

Mitkochen sollte man Petersilie nie, denn dann verschwinden nämlich die tollen Inhaltsstoffe! Mein Tipp deshalb für euch: Gebt die Petersilie erst beim Anrichten dazu oder benutzt sie nur zur Dekoration, die ihr dann natürlich mitessen könnt. So landen die Inhaltsstoffe der Petersilie ganz sicher in eurem Magen!

In der Küche entfernt man nach dem Waschen die dicken Stiele und schneidet die Petersilienblätter in feine Streifen oder hackt sie mit einem scharfen Messer wie beispielsweise dem hochwertigen Saladini Kochmesser, was ihr direkt hier in meinem Shop bestellen könnt.

Love it or hate it - Dill

Manche mögen es, manche hassen es. Aber fest steht: Dill ist schon seit tausenden Jahren ziemlich bekannt. Schon die Ägypter und die Römer liebten Dill als Küchen- und Heilkraut. Es ist ideal zum Würzen von Fisch- und Gemüsegerichten und Basis für die beliebte Dillsauce. Der typisch würzige Geschmack harmoniert extrem gut mit Gurken – deshalb nennt man Dill auch das „Gurkenkraut“. Seine langen feinen Blättchen passen fein gehackt jedoch ebenso gut in den Kartoffelsalat, zu gebeiztem Lachs und zu Marinaden, Senfsoßen und Dips.

Tzatziki, das griechische Gurkenjoghurt, schmeckt natürlich am besten mit frischem Dill. Deshalb hier noch ein kleines Rezept für euch!


Brian's Tzatziki für 6 Personen

Zutaten:

200g griechischer Joghurt (fest), 200g saure Sahne, 2 Knoblauchzehen, 300g Salatgurte, 1 EL Zitronensaft, etwas „Salty Breeze“ Fleur de Sel (Verlinkung auf Produkt im Shop) und frisch gemahlener Pfeffer, 4 EL fein gehackter Dill

Zubereitung:

Salatgurke schälen, fein reiben und in ein Sieb geben. Etwas „Salty Breeze“ Fleur de Sel auf die Gurke, alles vermischen und zehn Minuten abtropfen lassen. Knoblauch von der Schale trennen, durch eine Knoblauchpresse drücken und auf einen kleinen Teller geben. 1/2 Teelöffel Salz über den Knoblauch streuen und mit einer kleinen Kuchengabel bröselig zerdrücken. Joghurt und saure Sahne in eine Schüssel geben und Salatgurte, Knoblauch und Zitronensaft hinzufügen und verrühren. Alles mit Salz und gemahlenen Pfeffer abschmecken. Gehackten Dill unter den Tzatziki mischen und für mindestens 20 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen. Fertig!